Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes psychodynamisches Verfahren, das auf den Erkenntnissen der Psychoanalyse aufbaut, jedoch stärker auf aktuelle Probleme und Alltagssituationen fokussiert ist. Ziel ist es, psychische Konflikte, wiederkehrende Beziehungsmuster und emotionale Belastungen zu erkennen und zu bearbeiten, um die psychische Stabilität langfristig zu verbessern.
Im Mittelpunkt stehen die aktuellen Lebensumstände der Patient:innen und die Art und Weise, wie frühere Erfahrungen ihr heutiges Erleben und Verhalten beeinflussen. Durch die therapeutische Reflexion dieser Muster können belastende Gefühle besser verstanden und alternative Handlungsstrategien entwickelt werden. Die Therapie ist zeitlich begrenzter und strukturierter als klassische Psychoanalyse, bleibt jedoch tiefenpsychologisch fundiert und ressourcenorientiert.
Typische Methoden der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie:
- Beziehungs- und Übertragungsarbeit: Analyse von Gefühlen und Reaktionen in der therapeutischen Beziehung, um wiederkehrende Muster zu erkennen.
- Fokussierte Konfliktbearbeitung: Identifikation zentraler innerer Konflikte, die aktuelle Beschwerden aufrechterhalten.
- Selbstreflexion und Einsicht: Unterstützung beim Verstehen eigener Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen.
- Traum- und Erinnerungsarbeit: Einbezug biografischer Erfahrungen, die aktuelle Probleme beeinflussen.

